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https://jugendinfoservice.dresden.de/de/news/2018/12/strassenschule-dresden-erhaelt-foerderung.php 06.12.2018 17:09:03 Uhr 15.12.2018 20:48:56 Uhr
05.12.2018

Straßenschule Dresden erhält Förderung

Durch die Beratung von Sozial- und Jugendamt gelang erst eine Förderung über das Sozialamt. Hier waren nun Wohnungslose Menschen ohne Perspektiven und Menschen in unterschiedlich schwierigen Lebenslagen im Fokus. Für das Haushaltsjahr 2019 und 2020 wird die Dresdner Straßenschule zur Leistungsart „arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit“ zugeordnet. Nicht mehr der pädagogische Anspruch – die Beschulung – steht im Vordergrund, sondern die Sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie die sozialarbeiterische Einzelbegleitung.

Die Straßenschule der Treberhilfe Dresden begann nach einer längeren Antragsphase ihre Arbeit im Mai 2014. Die ersten Teilnehmenden konnten die Schulfremdenprüfung erfolgreich abschließen. Eine Schülerin erhielt sogar eine Auszeichnung. Das Modelprojekt Straßenschule wurde von der Aktion Mensch gefördert. Die Förderfrist war somit auf drei Jahre beschränkt.

Da immer mehr Anmeldungen und Nachfragen kamen, aber auch durchaus eine sehr erfolgreiche Arbeit geleistet wurde, erhielt die Dresdner Straßenschule eine Förderung durch die Wirtschaftsjunioren, die die Aktion Sommeraktien startete.

Die Dresdner Treberhilfe konnte Politiker/innen gewinnen, die sich in ihrer Funktion als Stadtrat oder Jugendhilfeausschußmitglied engagierten und einsetzten. Sie konnten ein Netzwerk von Unterstützer/-innen und Kooperatonspartner/-innen generieren, das sich für die Förderung ihrer Zielgruppe einsetzte.

Junge Menschen werden in der Gruppe zum regelmäßigen Kommen motiviert. Trainiert wird Kooperation. Teamarbeit steht also im Fokus des Lernens. Gerade Teams werden in Betrieben gebraucht, sowie das Zusammenspiel Projekte gemeinsam zu konzeptionieren, zu gestalten und durchzuführen. Das Projekt hier ist das gemeinsame Lernen. Das nicht auf Einzelne eingeht, sondern das die Stärken der Gruppe nutzt. Die Erwachsenen sind Lernbegleiter/-innen.

Im Schnupperkurs werden erste Schritte erlernt und vor alle Rechnen, Lesen und Schreiben eingeübt. Angeboten werden Gruppenaktionen an denen alle teilnehmen können. Wer regelmäßig zum Schnupperkurs kommt, kann dann in die Realschul- oder Hauptschul-Werkstätten aufgenommen werden. Allerdings sind die Plätze auf jeweils 10 Teilnehmer/-innen beschränkt.

Die Sozialarbeiter/-innen begleiten zu Ämtern, Behörden und in Krisen und Notlagen. Sie begleiten vor allem vor den Prüfungen. 2017/18 wurden 50 Teilnehmende begleitet. 13 wurden zur Schulfremdenprüfung angemeldet. Die anderen wurden in andere Angebote und Dienste vermittelt. Einige fanden direkt eine Beschäftigung, eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum. Wieder andere wurden an die Abendschule, Produktionsschulen und andere Weiterbildungeinrichtungen weitergeleitet.

Diejenigen die nach den Prüfungen nicht sofort eine Stelle erhalten, werden durch den Träger vor allem durch die Streetworker/-innen oder die Mitarbeiter/-innen der Jobbörse weiter begleitet. Die Treberhilfe arbeitet mit vielen Kooperationspartner/-innen Anbieter der Jugendhilfe, Sozialhilfe oder Bildungseinrichtungen und dem Jobcenter zusammen. Einige junge Menschen benötigen eine längere Begleitungszeit als ein Jahr.

Die Dresdner Straßenschule kann sich nun - ohne eigene Existenznöte – voll und ganz auf die jungen Menschen konzentrieren. Die Treberhilfe freuet sich sehr über die Förderung. Ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk. Vielen Dank an die vielen Unterstützer/-innen.

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