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https://jugendinfoservice.dresden.de/de/news/2019/11/shell-jugendstudie-digital-solidarisch-und-bereit-fuer-mehr-mitsprache.php 19.11.2019 07:36:00 Uhr 21.01.2021 00:39:59 Uhr
18.11.2019

18. Shell Jugendstudie: Digital, solidarisch und bereit für mehr Mitsprache

Unter dem Titel „Jugend 2019 - Eine Generation meldet sich zu Wort“ zeichnet die neue Shell Jugendstudie ein Bild der sozialen und politischen Bedingungen, unter denen Jugendliche in Deutschland aufwachsen.

Befragt wurden 2572 Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren, die Auskunft über ihre Lebenssituation, ihre Einstellungen und Orientierungen gaben.

Insgesamt ist festzuhalten, dass Jugendliche in Deutschland nach wie vor politisch interessiert sind und politischem Engagement eine hohe Bedeutung beimessen. Mehr als die Hälfte der Befragten findet, dass es in Deutschland gerecht zugeht und 50% stehen der Europäischen Union positiv gegenüber. Die Studie zeigt außerdem, dass Jugendlichen - Mädchen und Jungen gleichermaßen - verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Minderheiten mit sehr großer Mehrheit positiv gegenüberstehen. Nichtsdestotrotz kritisieren etwa zwei Drittel der Befragten, dass die Politik sich nicht um die Belange von Kindern und Jugendlichen kümmere und wünschen sich mehr Teilhabe an Themen, die sie betreffen. Um sich über politische Themen zu informieren, nutzen die Befragten das Internet und suchen dafür am häufigsten auf Nachrichten-Websites und Nachrichtenportalen (20%); die große Mehrheit (83% im Westen und 68% im Osten) halten aber auch die ARD- und ZDF-TV-Nachrichten für vertrauenswürdig.

Alle Befragten besitzen ein Smartphone - und das Smartphone ist auch das bevorzugte Gerät zur Internetnutzung (75% Frauen/65% Männer), die durchschnittliche Internetnutzung am Tag beträgt laut Selbsteinschätzung 3,7 Stunden. Das Smartphone begleitet Jugendliche übrigens nicht selten den ganzen Tag: vom Aufstehen, weil das Handy als Wecker genutzt wird, bis zum kurzen Chat mit Freunden vor dem Einschlafen. 80% der Befragten nutzen mehrmals am Tag das Internet für Messengerdienste wie WhatsApp, 48% für soziale Netzwerke wie Facebook und YouTube, 32% zum Musikstreaming und 18% für das Streamen von Videos, Filmen und Serien; hingegen nutzen 29% das Internet mehrmals pro Woche für die Informationssuche und 21% für Schule, Ausbildung und Beruf. Zum Nachdenken regt aber eine ganz andere Zahl an: 60% der befragten Kinder und Jugendlichen finden es nicht gut, dass große IT-Konzerne Geld mit ihren Daten verdienen und sie so Teil eines Geschäftsmodells werden. 58% wissen, dass es im Internet Hassrede gibt, 51% wissen, dass Fake News kursieren. „FOMO“, oder „fear of missing out“, die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht ständig online ist, betrifft 38% der Befragten. Und auch wenn viele der Befragten sich der Frage des Datenschutzes bewusst zu sein scheinen, überprüft lediglich ein Drittel (31%) die Datenschutzeinstellungen sozialer Netzwerke.

Eine Zusammenfassung der Shell Jugendstudie 2018 ist gratis als PDF erhältlich: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie/_jcr_content/par/toptasks.stream/1570708341213/4a002dff58a7a9540cb9e83ee0a37a0ed8a0fd55/shell-youth-study-summary-2019-de.pdf. Die gesamte Studie kann als Buch oder ebook kostenpflichtig bezogen werden.


Redaktion: Heidi Winter / Quelle: Initiativbüro "Gutes Aufwachsen mit Medien" c/o Stiftung Digitale Chancen

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