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08.12.2020

„OnlyFans“: Angesagte Plattform ist für Kinder ungeeignet

Durch mangelnde Jugendschutzoptionen können Kinder und Jugendliche auf „OnlyFans“ leicht mit sexualisierten und pornografischen Inhalten in Kontakt kommen.
Hände vorm Gesicht mit Aufschrift Stopp

Die Social-Media-Plattform „OnlyFans“ wird immer beliebter. Auf ihr können Jugendliche Inhalte im Rahmen kostenpflichtiger Abonnements teilen. Durch mangelnde Jugendschutzoptionen können Kinder und Jugendliche auf „OnlyFans“ leicht mit sexualisierten und pornografischen Inhalten in Kontakt kommen.

Die 2016 gegründete Content-Sharing-Plattform „OnlyFans“ unterscheidet sich deutlich von der Konkurrenz: Während sexuelle Inhalte auf „Facebook“ und „Instagram“ verboten sind, sind sie auf „OnlyFans“ erlaubt. Auf „OnlyFans“ können sich Nutzerinnen und Nutzer sehr freizügig präsentieren – und damit Geld verdienen. Aus diesem Grund ist „OnlyFans“ auch unter Sexarbeitenden beliebt. Das größte Angebot der Plattform besteht aus Fotos von Frauen in Unterwäsche.

Offiziell darf „OnlyFans“ erst ab 18 Jahren genutzt werden. Die sehr offensive Werbung von Influencern auf ihren anderen Social-Media-Kanälen wirkt aber auch besonders bei Teenagern. Wie bei Instagram, Facebook oder Snapchat können auch Heranwachsende bei „OnlyFans“ ein Profil erstellen, anderen folgen und private Nachrichten schreiben. Die Registrierung findet ohne Altersabfrage statt. Nur wenn Nutzerinnen und Nutzer selbst Inhalte teilen möchten, werden Nachweise erforderlich.

Um ihren Idolen besonders nah sein zu können, müssen Jugendliche ein Abonnement abschließen. Nur wer zahlt, sieht mehr als nur den Namen, Profilfoto und -infos. Erst dann werden Inhalte sichtbar und extra Leistungen können gegen nochmalige Zahlungen abgerufen werden.

Viele Inhalte der Plattform sind nicht für Jugendliche geeignet, da es sich um eindeutig sexualisierte und pornografische Angebote handelt. Eltern können mit ihren Kindern das Gespräch darüber suchen, welche sozialen Netzwerke diese nutzen und was sie dort erleben. Erwähnen Kinder „OnlyFans“, sollten Eltern reagieren und offen Risiken und Probleme ansprechen. Bei allen Schwärmereien für Stars müssen Kinder verstehen, warum dieses soziale Netzwerk nicht für sie geeignet ist.

Redaktion: Heidi Winter/ Quelle:Projektbüro SCHAU HIN!

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